Lebenszeichen aus der Parallelwelt

Band 8 – Der Wald

In diesem Buch findet sich eine Zusammenstellung der verschiedensten Lebensformen des Parallelweltwaldes. Onlinestundenlange Recherchen haben hoffentlich dazu geführt, dieses Buch zu einer nützlichen Hilfe zu machen für alle, die sich für die Einflüsse paralleler Energien auf die verschiedenen Regionen dieser Welt interessieren.

Balrog (Spiritus orci flammarum)

Den zu den Feuerdämonen gehörenden Balrog sollte man nicht allzusehr reizen. Wird er zu sehr gepiesackt, verfällt er in Blutrausch; in die Enge getrieben wird er zum Berserker. Die Fähigkeit, mit zwei Waffen gleichzeitig zu kämpfen, beherrscht er perfekt.

Braunbär (Ursus arctos)

Der Braunbär hält sich vorzugsweise mitten auf Lichtungen auf und ist im Allgemeinen sehr angriffslustig. Ca. zwei bis drei Meter groß, sollten auch Elfen keine Probleme haben, ihn zu treffen. Beliebte Jagdbeute; jedoch sollten Äxte und Schwerter sehr gut geschärft sein, da sein Fell als sehr „schnittfest“ gilt.

Cougar (Felis salamandris)

Der etwas über ein Meter große Cougar lebt in der Nähe der großen schwarzen Pyramide, wo er Dank seiner Hautbeschaffenheit gut getarnt ist. Von Nahem betrachtet ähnelt er einer Mischung aus Katze und Alpensalamander.

Drachenfrosch, goldener (Rana dracensis pyropus)

Der wegen seiner goldenen Hautfarbe auffallende Waldbewohner ist mit großer Wahrscheinlichkeit an fischreichen Waldbächen anzutreffen. Obwohl er mit seinem halben Meter Korpergröße nicht einmal Zwergen bis über den Bauchnabel reicht, sollte man sich dennoch vor seiner peitschenartigen Zunge in Acht nehmen, die gewaltigen Schaden ausrichten kann. Wegen seiner Abstammung von Drachen ist zwar auch bei ihm eine Empfindlichkeit gegen Stiche zu vermuten; es ist jedoch nicht ratsam, diese auszunutzen.

Eisdämonin (Anima ex orco glacialis)

Auch diese Bewohnerin des Würfels birgt keine großen Überraschungen. Schrecklich anzusehen, tiefschwarze Seele, wie es sich für eine Dämonin gehört, und obendrein bewandert in Eismagie.

Eishirsch (Cervus glacialis)

Eishirsche halten sich meist in der Nähe von Lichtungen auf. Das Eis, mit dem ihr Geweih bedeckt ist, kann sich zuweilen derart verdichten, dass sich Topase bilden, eine beliebte Komponente bei Zauberern. Eishirsche werden bis zu zwei Meter groß, sind jedoch größtenteils harmlos.

Eisigel (Erinaceus glacialis)

Obwohl nur knapp 30 cm groß, sollte man den wie einen stacheligen Schneeball wirkenden Eisigel nicht unterschätzen. Mit physikalischen Mitteln ist ihm kaum beizukommen; auf Feuer reagiert er jedoch allergisch.

Fenriswolf (Lupus fenris)

Lebt im Allgemeinen in Höhlen an Lichtungsrändern. Sehr entschlossen bei der Verteidigung von Gefährtin und Nachwuchs. Nicht ungefährlich, da im Gegensatz zu Normalweltwölfen in Dämonenmagie bewandert, was unter Umständen zur Schwächung des eigenen Willens führen kann.

Feuerbiene (Epis ignea)

Dieser als Biene eigentlich nur noch an seinem Stachel und dem leicht einlullend wirkenden Summen zu erkennende Feuerball ist trotz seiner geringen Größe von fünf Zentimetern eine brenzlige Angelegenheit, vor allem, wenn äußere Umstände einen zu längerem Aufenthalt in seiner Nähe zwingen.

Feuerdrache (Draco flammarum)

Ganz so, wie man sich Drachen im Allgemeinen vorstellt: Knallrote Farbe, feurige Angelegenheit. Eine Einladung zum Eis fasst er allerdings wohl als persönliche Beleidigung auf.

Feuersteindrache (Draco lapis ignis)

Entgegen ursprünglicher Annahmen heißt dieser Drache nicht deswegen Feuersteindrache, weil seine Haut aus hellrotem Feuerstein besteht, sondern weil er gerne mit Feuersteinen spielt. Seine Besucher scheint er öfter mit selbigen zu verwechseln: Seine kräftigen Schwanzschläge hält er wohl für spielerisch. Eine kalte Dusche würde diesem ungestümen Wesen sicher gut tun.

Feuertroll (Animal terrae fornacis)

Der Feuertroll ist ein wahrer Meister der Flammen; mit Novakugeln wirft er wie mit Wattebällchen und mit seinen Flammenwänden ließen sich ganze Hilbertürme bauen.

Fledermaus (Myotis myotis)

Ihre Zähigkeit sieht man der Fledermaus auf den ersten Blick gar nicht an, sie ist jedoch bedeutend. Mit ihren fast 80 Zentimetern Flügelspannweite vermag sie kräftige Stürme zu entfachen und ihr schrilles Geschrei ist einfach ohrenbetäubend.

Hallo (Hallo hallolis)

Das große Hallo gehört zu den angenehmeren Erscheinungen des Parawaldes – untypisch freundlich, harmlos und eigentlich nicht genau zu definieren.

Höllendrache (Draco satanis)

Dieses zweiköpfige Urtier hat eine selbst für einen Drachen stark ausgeprägte Eiszapfenallergie, was seinem explosiven Charakter jedoch keinen Abbruch tut. Feuer ist sein Element, und er versucht alles, seinen Besuchern die Freuden höllischer Schwitzkuren nahezubringen.

Mumie, schwarze (Corpus mortui medicatum)

Was dieses Wesen von gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenmumien unterscheidet, ist oberflächlich gesehen die schwarze Farbe ihrer Bandagen. Bei näherer Bekanntschaft liegt die Vermutung nahe, dass der Eingewickelte in seinem Vorleben Meteorologe war – die Wettermagie beherrscht die schwarze Mumie perfekt.

Naga-Drache (Draco nagis)

Wie der Höllendrache besitzt auch dieser Vertreter der Gattung Draco mehr als nur einen Kopf; aber wo bei seinem Verwandten die Farbe Schwarz vorherrscht, schillert der Naga-Drache in allen Farben des Regenbogens.

Mit seinen nur etwas über drei Metern Größe wirkt er eher knuffig, doch die Vielfalt seiner Magie sollte man nicht unterschätzen.

Nefar-Golem (Glarea nefaria)

Dem fast drei Meter großen Golem aus Nefar, einer festen Säure, der magische Eigenschaften nachgesagt werden, sieht man seine erstaunliche Flinkheit sofort an. Einzelne Gegner können ihm nichts anhaben, müssen aber ziemlich säurefest sein, wenn sie lebend wieder aus seiner Nähe kommen wollen.

Octopus (Octopus vulgaris)

Dieser zu den Tiefseekraken gehörende Octopus kann einen mit seinen über zwei Meter langen Armen locker einwickeln, zieht es allerdings vor, sich bei Gefahr mit Unmengen schwarzer Tinte einzunebeln. Es empfiehlt sich, trotzdem die Orientierung zu behalten, da seine nähere Umgebung nicht unbeträchtliche Gefahren birgt.

Paragast (Parasitaster parallelis)

Ueber dieses Wesen hat die Forschung bisher trotz Einsatz vieler unschuldiger Leben nicht mehr herausfinden können, als dass es sich wohl um den gefährlichsten Einwohner des Waldes überhaupt handelt. Unmengen tödlicher Eigenschaften werden dem Paragast nachgesagt, so zum Beispiel die manipulative Beeinflussung eines Charakters bezüglich der Selbstlöschung – doch was davon den Tatsachen entspricht, können wohl nur die Toten erzählen. Oder auch eben nicht.

Paragei (Psittacus parallelis)

Der gut ein Meter große Vogel wirkt nur auf den ersten Blick wie ein Papagei; spätestens bei seinem aus spitzen Stacheln bestehenden „Gefieder“ endet die Ähnlichkeit. Den Hang zur Kleptomanie hat er wohl vom direkt nebenan lebenden Walddrachen übernommen, abgesehen davon ist ihm eine sehr stürmische Natur zu eigen. Gerüchte behaupten, dass der Paragei ursprünglich zu Myungs Haustieren gehörte, was die diversen Gegenstände in seinem Besitz erklären würde.

Purpurdrache (Draco purpuris)

Die knapp fünf Meter große Drachenart hat ihren Lebensraum in dunkleren Waldgebieten. Vor allem seiner sehr gut als Schild geeigeten Schuppe wegen gejagt, weiß er sich durch sein ohrenbetäubendes lautes Brüllen doch gut zu verteidigen. Er ist sehr zäh, seine „Achillesferse“ liegt wie bei den meisten Walddrachen in seiner Anfälligkeit gegen Kälte und Stiche.

Riese (Canalis canalis)

Der Riese vom See gehört mit seinen fünf Metern Körpergröße zu den auf den ersten Blick beeindruckensten Erscheinungen des Waldes, entpuppt sich jedoch bei näherem Hinsehen als dumm, schwerfällig und zu nichts anderem in der Lage, als mit seinem wassergefüllten Trinkhorn um sich zu schlagen. Dadurch bekommt man natürlich auch ab und zu einen Tropfen Feuchtigkeit ab, was vor allen Dingen den Zwergen unter uns als (besonders in deren Fall ungerechtfertigt) lebensbedrohlich erscheint.

Sandwurm (Vermis sabuli)

Die eigentliche Heimat dieses riesigen Untiers (allein der Durchmesser beträgt gute sechs Meter) ist die Wüste. Das Waldstück, in dem sich dieses vereinzelte Exemplar festgesetzt hat, ist von einer Wüste inzwischen auch nicht mehr zu unterscheiden. Wie die meisten Lebewesen aus heißen Gefilden zeigt sich auch der Sandwurm gegenüber Kälte und Nässe sehr empfindlich.

Schleimmonster (Bestia psitiutosa)

Dieser gut zwei Meter große Schleimhaufen mit Eigenleben lässt sich mit den üblichen Haushaltsmethoden (scharfes Messer und viel Wasser) problemlos von der Wand kratzen.

Sumpfgeist (Spiritus paludis)

Zu den ebenfalls eher normal wirkenden Waldbewohnern gehört der im Würfel heimische, knapp zwei Meter große Sumpfgeist. Seiner geistigen Natur entsprechend zeigt er sich physikalischen Annäherungsversuchen gegenüber eher unbeeindruckt, heult einem aber trotzdem die Ohren voll.

Taipan (Oxyranus scutellanus)

Die über drei Meter lange braune Giftnatter lebt meist an Waldrändern. Das Gift, was der Taipan mit seinen überaus langen Giftzähnen sehr gut anzubringen weiß, zählt zu den tödlichsten Nervengiften überhaupt.

Seine Hauptnahrung setzt sich aus Sturmvögeln, Raben und Fröschen zusammen, weshalb in seinem Magen eigentlich immer Reste derselben aufzufinden sind.

Uruk, schwarzer (Orca atra)

Der schwarze Uruk ist mit seinen über zwei Metern Größe ein besonders imposanter Vertreter der Gattung Ork. Ursprünglich in Mordor beheimatet, hat er sich inzwischen im Waldwürfel eingenistet. Seiner tiefschwarzen Axt, mit der er sich gut zu verteidigen weiß, sieht man die Bösartigkeit regelrecht an.

Vereiserin, heilige (Conglatiata sacra)

Wenn es nicht von Respektlosigkeit dieser Hohepriesterin gegenüber zeugen würde, könnte man sie glatt als Eistruhe anstellen. Sie kühlt alles ab, was ihr zwischen die blauen Finger gerät, ohne Rücksicht auf Verluste.

Vernichter, großer (Extinctor magnus)

Hat man ihn einmal geweckt, sollte man sich vor allem vor dem üblen Bann des Vernichters in Acht nehmen. Mit seinen fünf Metern hat er keine Probleme, einem den Rückzug zu versperren.

Walddrache (Draco forestris)

Mit seinen nicht einmal zwei Metern Körpergröße gehört dieser Drache eher zu den kleineren Vertretern seiner Art. Man sollte ihn jedoch nicht unterschätzen, zumal er im Gegensatz zu seinem in der Normalwelt wohnenden Verwandten alles andere als friedlich ist: Sein hypnotischer Blick, sein berauschender Atem, die Geschicklichkeit, mit der er Bäume als Keule einsetzt sowie seine magischen Fähigkeiten machen ihn zu einem gefährlichen Gegner.

Interessant ist er vor allem der magischen Komponenten wegen, die er in größeren Mengen hortet; Phiolen mit reinen Elementen, Modellhäuser und Kürbiskerne. Ein wenig kurios muten seine ab und zu auftretenden Anfälle von Kleptomanie an.

Waldläufer (Cursor forestris)

Vielleicht nicht direkt zur Fauna zu rechnen, ist es jedoch wohl auch noch keinem gelungen, sich mit dieser Spezies zu verständigen. Es wird vermutet, dass die geistigen Schäden, die der Waldläufer in seiner Karateka-Laufbahn davongetragen hat, bereits erbliche Ausmaße aufweisen. Gegen physikalischen Schaden weiß er sich sehr gut zu verteidigen und auch seine Rückhand ist nicht zu verachten. Waldläufer können über zwei Meter groß werden.

Waldriese (Canalis forestris)

Der Waldriese erinnert nicht nur äußerlich stark an einen Baum, er zeigt auch die gleichen Vehaltensmuster, wenn man an Lagerfeuer oder vom Blitz gespaltene Bäume denkt.

Zombie (Cadaver vivum)

Die Hellebarde, die der Zombie bei sich trägt, lässt ihn gefährlicher aussehen als er ist. Traurig wirkt er wohl vor allem deswegen, weil ihm bewusst ist, dass auch sein zweites Leben nicht von langer Dauer sein wird.

Danksagungen

Dank an Reiner, der mich über die Vorzüge brauner Hosen aufklärte, obwohl ich ihn nur zufällig im Wald traf; an Leona, die es mir mit wiederholten Gaben ermöglichte, den Hausflur eines bezaubernden Freu^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H befreundeten Zauberers zu pflastern; an die beiden Drakonier Heinz und Karl, die mir in (zugegebenermaßen etwas aggressiver, aber) wirkungsvoller Manier die Regeln des drakonischen Roulettes beibrachten; die Schwarze Zauberin, die mir die Vor- und Nachteile der siebenfältigen Edelsteinmagie mit einem überzeugenden „Stirb, Elende!“ nahebrachte; an Hollo, Norkan, Niria und Shagara, die mich zwangen, meinen verstaubten Taschenrechner wieder auszugraben; an Myung dafür, dass sie sich von mir fernhielt; an Egomir, die mir half, als ich mit meinem Latein am Ende war und nicht zuletzt an Nachtwind für seine moralisch-magische Unterstützung.

Zephyr