Ich war bei meiner üblichen Wache auf der Allee der Seherhäuser, die ich in letzter Zeit leider immer wieder schieben muss, da sich die Dunkelelfenplage jetzt sogar schon bis in das Polargebiet ausgedehnt hat. Man ist selbst an so abgelegenen Stellen vor ihnen nicht mehr sicher und man muss sein Hab und Gut bewachen. Plötzlich kam ein Krakh’Getres ganz außer Atem hereingestürmt, salutierte und überreichte mir ein Schreiben, aus dem ich entnahm, dass ich mich unverzüglich bei Brieseltrim melden sollte.

Ich erklärte ihm das Problem mit den Dunkelelfen, dass ich die Häuser nicht ohne Schutz lassen konnte, doch er war nicht in der Lage, meine Wache zu übernehmen. Zum Glück kam mein Ziehvater, ein hoher Kleriker der Saphina, gerade von seinem Kreuzzug aus den Katakomben zurück und versprach, für mich aufzupassen. So machte ich mich dann auf den Weg und suchte Brieseltrim auf. In der Gilde angekommen meldete ich mich und Brieseltrim überreichte mir einen versiegelten Umschlag und deutete mir, ihn zu öffnen und zu lesen. Es war ein Forschungsauftrag <seufz>. Ich ließ mir nichts anmerken und übernahm den Auftrag, die Drakonierfestung darauf überprüfen, ob sie für Kämpfer interessant sei. Ich ging nach Hause und überlegte, was ich denn alles mitnehmen muss. Schnell entschied ich mich für einen Säurespeer und einen Hornpanzer sowie einen eisenbeschlagenen Speer und ein Feuerschild. Am liebsten würde ich ja alle meine Waffen mitnehmen, aber wo steckt man sie nur hin, ohne dass sie groß behindern?

So gerüstet machte ich mich auf zu Portal 31, wo die Drakonierfestung auf einem Berg liegt. Ich atmete noch einmal tief durch, nahm meinen Mut zusammen und erklomm die Festung. Am Eingang warteten schon drei Gegner auf mich, die mich nicht so einfach in die Festung lassen wollten, so stellte ich mich ihnen zum Kampf. Zwei von den Dreien waren schnell erledigt und als ich dem Letzten einen mörderischen Todesstoß versetzt hatte, versteinerte dieser und meine Waffe steckte in ihm. Der Versuch, die Waffe aus dem Stein rauszuziehen, scheiterte kläglich und was noch schlimmer war, der Speer zerbrach dabei. So ohne Waffe – und außerdem war es schon spät – dachte ich so bei mir: ‚Geh ich doch erst mal nach Hause und mache morgen weiter.‘

Während des Abendessens erzählte ich meinem Ziehvater, was mir passiert war. Dieser nickte nur verständnisvoll und erzählte mir von einem sagenumwobenen Hammer, mit dem man dem Verlust der Waffe vorbeugen kann. Er suchte und fand in seinen Sachen, die er aus seinen Kreuzzügen mitgebracht hatte, einen dieser Hammer, gab mir auch einen neuen Säurespeer und meinte, ich sollte beides behalten, er bräuchte es nicht mehr. Vor dem Zubettgehen sah ich mir dieses unförmige Ding, den Hammer, an und dachte nur: ‚Wie kann man so was nur zum Kämpfen verwenden, es eignet sich doch eher dafür, um in einen Steinbruch damit zu arbeiten.‘

Am nächsten Morgen nach dem Morgengebet – naja, eben anerzogen – in der Hauskapelle machte ich mich wieder auf den Weg zu Portal 31, wo ich dieses mal wieder alle drei Wächter am Eingang erledigte und dank des Hammers sogar meinen Speer, auch wenn ich ihn schärfen musste, wiederbekam. Auf dem Innenhof begegnete ich ein paar Wächtern, die aber nach einer kleinen List im Kampf schnell besiegt waren, wobei diese Wächter immer wieder zu einem Punkt strebten, der sich nachher als Kneipe herausstellte.

Im Norden der Festung fand ich eine Tür, durch die Lärm drang, und eine magische Barriere, die mich nicht in den Nordostturm lassen wollte. Also entschied ich mich für die Tür, an der ich erst einmal lauschte und dem Geschwätz der Wächter entnahm ich, dass dieses ein Wachposten sein muss. Außerdem entnahm ich dem Ganzen, dass sie beunruhigt waren, weil die Hofwachen sich nicht gemeldet hatten. Ich grinste, riss die Tür auf und betrat den Posten mit einem Kampfsprung. In dem Raum traf ich dann auf die Wächter, die ich aufmischte und ausschaltete. Hier führte ein Gang weiter und es gab eine Tür, die verschlossen war. Also folgte ich dem Gang weiter und nachdem ich ein paar weitere Wächter ausgeschaltet hatte, fand ich am Ende des Ganges einen Schlüssel und einen Lageplan der Festung. Den Schlüssel steckte ich erst mal ein und prägte mir den Lageplan ein.

Zurück in dem ersten Wachraum sah ich mir die Tür näher an, und sah keine Möglichkeit, sie aufzubekommen. Ich sah mir die Waffen der Wächter an und dachte: ‚Nur sch……. Schwerter, nicht mal was Interessantes.‘ Beim Einsammeln des Geldes fand ich den Schlüssel wieder, den ich in meine Tasche gesteckt hatte. Ich probierte ihn aus und siehe da: Er passte und die Tür schwang auf.

Trotz der Überraschung setzte ich zum Kampfsprung an und landete in dem Raum hinter der Tür bei einem Sivak. Das erste, was ich bei meiner Landung mitbekam, war, dass meine Waffe unterlaufen wurde und mein Gegenüber Bewegungen machte, die mir als Schlange bekannt waren. Ich zog mich zurück und überlegte mir eine andere Taktik, die dann auch zum Erfolg führte. Beim Untersuchen der sterblichen Überreste fand ich einen Gürtel, in dem drei Waffen steckten – alles Schwerter. Ich dachte bei mir: ‚So ein Müll‘, aber der Gürtel gefiel mir und so legte ich ihn an.

Als ich das Schwert aus dem Gürtel nahm, merkte ich, dass dieses wunderbar einfach und schnell ging. ‚Hmmmm‘, dachte ich so, ‚eigentlich könnte ich mal eben nach Hause, was essen‘. Gesagt, getan. Zu Hause angekommen steckte ich meine anderen Waffen ebenfalls in den Gürtel und übte das Ziehen der Waffen. Es ging so herrlich einfach, wenn man sich nur merkt, in welcher Schlaufe welche Waffe steckt. Ich erinnerte mich an die in dem Lageplan eingezeichneten Gefängniszellen und beschloss, mir diese einmal näher anzusehen.

Mein Ziehvater entließ mich mit einem Segen und schenkte mir noch einen Schal, der mich gegen das Böse schützen sollte. Ich dachte so bei mir: ‚Humbug aber egal, er behindert beim Kämpfen nicht und kalt ist es auch, also warum soll ich ihn nicht tragen‘. Nach einigen Auseinandersetzungen mit Wächtern und Drakoniern gelangte ich zu dem Zellenblock. Ich stand nun da vor den geschlossenen Zellen, hatte keinen Schlüssel gefunden und der aus der Wache passte nicht. Beim Lauschen an den Zellentüren hörte ich ein leises Wimmern und Schluchzen und die anderen Male ein Riesengetöse. Ich fluchte und dachte: ‚Den armen Wesen muss man doch helfen können!‘ Also suchte ich nach einer Tür oder sonst etwas, was ich übersehen hatte und richtig, da war eine Tür mit einem großen Schild „Labor“. Wie konnte ich nur so blind sein? Ich öffnete die Tür, stürmte herein und sah mich zwei Gegnern gegenüber, wobei einer ein Magier war, der, als er den Schal sah, zusammenzuckte und fluchte.

Nach zwei weiteren Kampfanläufen bekam ich von den Dreien den Zellenschlüssel und schloss die erste Zelle auf. Vor mir stand ein riesiger Silberdrache <schluck>, doch dann sah ich, dass er weinte und fragte ihn, was los sei. Nach einem längeren Gespräch, in dem er mir ein Ei überreichte, entließ ich ihn aus seiner Zelle und er flatterte glücklich davon. In der zweiten Zelle war ein Loch im Boden, in dem ein finsterer Typ herumstapfte und fluchte. Als ich zu ihm runterklettern wollte, um ihn zu befreien, griff er mich mit seinem Schwert an und so blieb mir nichts anderes über, als ihn wieder eins mit der Natur werden zu lassen. In seiner Leiche fand ich dann sein Schwert, welches bei näherem Hinsehen von einer sehr bösen Aura umgeben war. Dieses ließ mich erschaudern und so öffnete ich die dritte Zellentür und es stank <schauder> in dieser Zelle. ‚Da kann nur ein Zwerg in der Zelle wohnen‘, dachte ich mir. Beim Betreten der Zelle holt dieser auch schon mit seiner Axt aus und meinte, mir den Kopf spalten zu wollen. Also was blieb mir über? Ich musste wieder einen Höhlenbewohner töten. Beim weiteren Untersuchen der drei Zellen bemerkte ich wieder eines dieser magischen Felder, durch die man nicht durchwandern kann. Das Schwert des Ritters brachte ich zu einem befreundeten Menschen, der damit wohl was anstellen kann, er dankte mir und ich kehrte heim, um mich für den morgigen Tag auszuruhen, an dem ich mich der Parallelwelt der Drakonierfestung widmen wollte.

Am nächsten Morgen machte ich mich früh auf, um die Parallelwelt der Drakonierfestung zu untersuchen. Die Torwachen kannte ich schon und so waren sie eigentlich nur lästig. Als erstes schaltete ich wiederum die Hofwächter aus und dann sah ich nach den Zellen, die immer noch leer waren. Danach sah ich mir die Wache an und musste feststellen, dass diese etwas besser verteidigt war als das Pendant in der Normalwelt. Doch nach einem anstrengenden Kampf war ich um drei Gürtel und ein gut gearbeitetes Kettenhemd reicher. Die Gürtel verschenkte ich an befreundete Kämpfer und das Kettenhemd zog ich einfach mal an. Im südlichen Teil des Hofes fand ich einen Stall, wo ich mir dann mal ein Lasttier ansehen wollte, doch – O Schreck – ich traf nur auf Drachen.

Ich schärfte erstmal meinen Eiszapfen und marschierte los. Der erste Drache knisterte voller Elektrizität und brachte mir einen Drachenhelm ein. Nett! Der zweite war rabenschwarz und wehrte sich ein wenig. Aber ich konnte ein paar gute Treffer landen und habe ihn besiegt. In der Leiche fand ich ein paar interessante Krallen, die mich beim Identifizieren schmunzeln ließen. Der letzte Drache, ein roter, sprühte nur so vor Feuer. Dieser war dann doch schon eher ein mittleres Problem, denn er wehrte sich heftigst. Zum Glück mochte er meinen Eiszapfen nicht so besonders: So konnte ich einige gute Treffer landen und zum Schluss einen mörderischen Todesstoß, der den Drachen explodieren ließ. Es blieb nichts außer einer Blutlache und einer Schuppe von dem Drachen über. Ich sah mir die Schuppe an und stellte fest, dass sie als Schild nicht zu verachten ist und schnallte sie mir auf den Rücken.

So kehrte ich wieder nach Hause zurück und setzte mich an den Schreibtisch, um meinen Bericht zu verfassen. Wenn ich auf die erbeutete Ausrüstung blickte: einen Waffengürtel, eine Schuppe, ein Todesritterschwert, ein Kettenhemd, eine Axt und ein Ei von dem freundlichen Silberdrachen. Da war ich mir nicht recht sicher, was ich schreiben sollte. Ich war versucht, den Bericht in einem Wort abzufassen, indem ich die Frage mit einem einfachen Ja beantworten würde. Doch überdachte ich dieses dann nochmal, da er dann etwas kurz geworden wäre.

Conner